Die Wesentlichkeit legt fest, ab welcher Größenordnung Falschdarstellungen die Entscheidungen der Abschlussadressaten beeinflussen könnten. Sie steuert Art und Umfang der Prüfungshandlungen. In Österreich sind die ISA über das Fachgutachten KFS/PG 1 der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer maßgeblich.
Die drei Größen
- Gesamtwesentlichkeit: ein Prozentsatz einer geeigneten Bezugsgröße, etwa des Ergebnisses vor Steuern, der Umsatzerlöse, der Bilanzsumme oder des Eigenkapitals.
- Toleranzwesentlichkeit (Performance Materiality): ein niedrigerer Betrag, der das Risiko abdeckt, dass sich nicht entdeckte Fehler zu einem wesentlichen Betrag summieren.
- Nichtaufgriffsgrenze: Beträge darunter gelten als offensichtlich unbedeutend.
Die Bezugsgröße wählen
Welche Bezugsgröße passt, hängt vom Unternehmen ab: Bei gewinnorientierten Unternehmen mit stabilem Ergebnis ist es oft das Ergebnis vor Steuern, bei schwankenden Ergebnissen eher Umsatz oder Bilanzsumme, bei Vereinen und Non-Profit-Organisationen häufig der Gesamtaufwand. Die Wahl ist ein Ermessensurteil und muss begründet werden.
So setzt Audit Chen es um
Audit Chen schlägt je nach Branchenprofil eine Bezugsgröße und Prozentsätze vor und kann den Betrag aus dem importierten Journal ableiten. Alle Werte bleiben frei änderbar. Die Ergebnisse lassen sich direkt als tolerierbare Fehlerhöhe in die Stichprobenziehung und als Schwellenwerte in das Journal Entry Testing übernehmen.