Warum es Audit Chen gibt

Aus Neugier gebaut. Nicht aus einem Businessplan.

Ich studiere an der WU Wien und war davor bei PwC. Diese Zeit hat mich mehr geprägt, als ein Praktikum das eigentlich sollte — nicht nur fachlich, sondern in der Art, wie ich an Probleme herangehe. Man hat mir dort etwas Seltenes mitgegeben: gute Grundlagen und den Raum, neugierig zu bleiben. Niemand hat versucht, diese Neugier kleinzureden — im Gegenteil, sie wurde gefördert.

Seitdem ich draußen bin, lässt mich ein Gedanke nicht mehr los: wie viel in der Prüfung heute noch von Hand, doppelt und über Umwege gemacht wird — und wie viel Raum für Optimierung darin steckt. Dieses Thema hat mich regelrecht gepackt. Ich lerne seitdem ständig etwas Neues dazu und verbringe — ehrlich gesagt — Tag und Nacht damit, ohne dass es sich nach Arbeit anfühlt.

Jede freie Minute neben der Uni fließt hier hinein. Meistens bis 2 Uhr morgens, oft über 12 Stunden am Tag. Nicht, weil es verlangt wurde, sondern weil ich es wollte. Ressourcen hatte ich dabei nie viele — kein Team, kein Budget, keine Ausstattung. Was ich hatte, war Neugierde und die Bereitschaft, immer weiter zu lernen. Am Ende hat das gereicht, um daraus etwas Eigenständiges zu bauen.

„Ich hatte nicht viele Ressourcen — außer Neugierde und sehr viel Lernbereitschaft.“

Audit Chen ist entstanden, weil ich mir sehr viele Gedanken gemacht habe — nicht, weil ich damit in erster Linie Geld verdienen wollte. Die Plattform versteht sich bewusst nicht in erster Linie als kommerzielles Produkt. Vielleicht schreibe ich in absehbarer Zeit eine Bachelorarbeit darüber — und erst dann entscheide ich, ob ich die Plattform möglichst vielen Prüferinnen und Prüfern frei zugänglich mache. Bis dahin ist es genau das, was es von Anfang an war: ein durchdachtes Freizeitprojekt, kein Startup mit Wachstumsplan.

Inhaltlich steckt inzwischen einiges dahinter — mehrere Module und Funktionen, die ineinandergreifen, an vielen Stellen eingebaute Hilfestellungen und eine angebundene KI, die dort unterstützt, wo es sinnvoll ist. Alles mit demselben Anspruch gebaut, mit dem ich auch gelernt habe: sauber, nachvollziehbar, zu Ende gedacht.

Ich hoffe, dass es am Ende genug Menschen hilft, die ähnlich denken wie ich — die sich bessere Werkzeuge für ihre Arbeit wünschen. Wenn du selbst in der Prüfung arbeitest, dich für das Thema interessierst oder einfach austauschen willst: ich vernetze mich sehr gerne.

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Fragen, Feedback oder einfach Austausch — ich freue mich darüber.

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Ein Wort noch zum Zugang: Der Betrieb dieser Plattform verursacht laufende Kosten — Server, Infrastruktur, die KI-Anbindung. Wer Zugriff möchte, für den muss ich deshalb leider etwas verrechnen. Ich bin selbst nur Student und trage diese Kosten momentan allein. Das ändert nichts daran, dass dieses Projekt aus Überzeugung entstanden ist — es macht es nur realistisch finanzierbar.