In vielen natürlich entstandenen Datenbeständen ist die erste Ziffer nicht gleichverteilt: Eine 1 steht in rund 30 % der Fälle vorne, eine 9 nur in knapp 5 %. Dieses Muster heißt Benford'sches Gesetz. Die erwartete Häufigkeit der ersten Ziffer d beträgt log10(1 + 1/d).
Was die Analyse zeigt
Werden Beträge erfunden oder gezielt angepasst, weicht ihre Ziffernverteilung oft vom Benford-Muster ab — etwa wenn auffällig viele Beträge knapp unter einer Freigabegrenze liegen. Die Analyse vergleicht die beobachtete mit der erwarteten Verteilung und misst die Abweichung, zum Beispiel über die mittlere absolute Abweichung (MAD).
Grenzen
- Die Daten müssen sich über mehrere Größenordnungen erstrecken; Datenbestände mit festen Preisen oder Obergrenzen folgen Benford nicht.
- Vergebene Nummern (Belegnummern, Kontonummern) sind ungeeignet.
- Für aussagekräftige Ergebnisse braucht es ausreichend viele Buchungen.
- Eine Abweichung ist ein Hinweis, kein Nachweis — sie steuert, wo weitere Prüfungshandlungen ansetzen.
So setzt Audit Chen es um
Die Benford-Analyse läuft direkt auf dem importierten Journal. Auffällige Ziffern lassen sich anklicken und filtern die Detailtabelle auf genau die betroffenen Buchungen, die dann in die Stichprobe oder weitere Prüfungshandlungen übernommen werden können.