Allgemeine Nutzungsbedingungen (AGB) und Haftungsausschluss
Fassung 2026-10 · gültig ab 3. Oktober 2026
Kurz gesagt: Audit Chen ist ein unentgeltliches Studien- und Demonstrationsprojekt. Es ersetzt keine Abschlussprüfung, keine Rechts-, Steuer- oder Wirtschaftsberatung und kein eigenes fachliches Urteil. Sie verwenden die Software auf eigenes Risiko und prüfen jedes Ergebnis selbst. Soweit gesetzlich zulässig, ist jede Haftung des Betreibers ausgeschlossen. Software, Texte, Grafiken, Methodik und Marke sind urheberrechtlich geschützt; jede Nutzung ohne Erlaubnis wird zivilrechtlich verfolgt.
1. Anbieter, Geltungsbereich, Zielgruppe
- Anbieter ist Thomas Chen, Wien, Österreich (im Folgenden „Betreiber“), Kontakt laut Impressum.
- Diese Bedingungen gelten für jede Nutzung der Website audit-chen.fyi, der Web-App „Audit Chen“, der Academy, des Mandantenportals, der KI-Funktionen und aller zugehörigen Inhalte (gemeinsam „Dienst“).
- Der Dienst richtet sich vorrangig an Berufsberechtigte und Unternehmer auf dem österreichischen Markt (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Prüfungsassistenten, Studierende des Fachs). Er ist inhaltlich auf österreichisches Recht (insbesondere UGB, BAO, UStG) ausgerichtet; viele Module sind methodisch auch international verwendbar, ohne dass der Betreiber für die Eignung nach ausländischem Recht einsteht.
- Abweichende Bedingungen von Nutzern gelten nicht, auch wenn der Betreiber ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
- Mit dem Anfragen eines Kontos bestätigen Sie durch aktives Anhaken, diese Bedingungen gelesen zu haben und ihnen zuzustimmen. Ohne Zustimmung ist keine Registrierung möglich. Die Website kann ohne Konto gelesen werden.
2. Leistung, Unentgeltlichkeit, kein Anspruch
- Der Dienst wird unentgeltlich und als private, nicht kommerzielle Studienarbeit bereitgestellt. Es wird kein Entgelt verlangt, und es entsteht kein Anspruch auf Freischaltung, bestimmte Funktionen, Verfügbarkeit, Weiterentwicklung, Support oder Datenaufbewahrung.
- Der Betreiber darf Funktionen jederzeit ändern, einschränken oder einstellen sowie Konten ohne Angabe von Gründen ablehnen, sperren oder löschen, insbesondere bei Verstoß gegen diese Bedingungen. Vor einer Einstellung des gesamten Dienstes wird, soweit zumutbar, angemessen vorab informiert, damit Sie Ihre Daten exportieren können.
- Der Dienst befindet sich in laufender Entwicklung. Er kann Fehler, Lücken und veraltete Inhalte enthalten.
3. Kein Ersatz für fachliches Urteil
- Sämtliche Ergebnisse (etwa Journal-Entry-Tests, Stichproben, Wesentlichkeitsberechnungen, Risikobewertungen, Kennzahlen, Arbeitspapiere, Berichtsentwürfe, Academy-Inhalte und Wissensdatenbank) sind Hilfsmittel und Vorschläge. Sie stellen keine Prüfungshandlung, kein Prüfungsurteil, keine Rechts-, Steuer- oder Unternehmensberatung und keine Empfehlung dar.
- Die Verantwortung für Planung, Durchführung, Dokumentation und Urteil einer Prüfung trägt ausschließlich die verantwortliche Prüferin bzw. der verantwortliche Prüfer nach den berufsrechtlichen Vorschriften (insbesondere UGB, WTBG 2017, APAG, ISA in der in Österreich anzuwendenden Fassung, Fachgutachten der KSW). Sie sind verpflichtet, jedes Ergebnis eigenständig nachzuvollziehen und zu verifizieren.
- Gesetzesverweise und Kurzbeschreibungen sind eigene, vereinfachte Formulierungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität. Maßgeblich ist allein der amtliche Wortlaut (RIS) und die jeweils geltende Fassung von Standards.
- KI-Funktionen erzeugen automatisch Texte, die falsch, unvollständig oder erfunden sein können. Sie sind ausnahmslos als unverbindlicher Entwurf zu behandeln.
4. Pflichten der Nutzer
- Sie dürfen nur Daten verarbeiten, zu deren Verarbeitung Sie berechtigt sind, und bleiben gegenüber Ihren Mandanten für Verschwiegenheit (§ 80 WTBG 2017, § 275 UGB) und Datenschutz (DSGVO) selbst verantwortlich. Für Daten in der Mandanten-Ablage und im Portal sind Sie Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
- Übermitteln Sie in KI-Funktionen keine personenbezogenen oder vertraulichen Mandantendaten.
- Untersagt ist insbesondere: der Dienst darf nicht missbräuchlich, rechtswidrig oder sicherheitsgefährdend genutzt werden; Zugangsdaten dürfen nicht weitergegeben werden; automatisiertes Auslesen (Scraping), Lasttests, Umgehen von Schutzmaßnahmen sowie Zurückentwickeln (Reverse Engineering) sind verboten, soweit nicht § 40e UrhG zwingend etwas anderes erlaubt.
- Sie halten eigene Sicherungskopien Ihrer Daten. Im Browser gespeicherte Daten können durch Browser-Einstellungen, Updates oder Gerätewechsel verloren gehen.
- Sie halten den Betreiber schad- und klaglos gegenüber Ansprüchen Dritter, die aus einer von Ihnen zu vertretenden rechtswidrigen oder vertragswidrigen Nutzung entstehen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung.
5. Gewährleistung
- Der Dienst wird „wie besehen“ und „wie verfügbar“ bereitgestellt. Gegenüber Unternehmern ist jede Gewährleistung ausgeschlossen, insbesondere für Richtigkeit, Vollständigkeit, Eignung für einen bestimmten Zweck, Fehlerfreiheit, Virenfreiheit, ununterbrochene Verfügbarkeit und Kompatibilität.
- Gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende Rechte, insbesondere nach dem Verbrauchergewährleistungsgesetz (VGG) und dem Konsumentenschutzgesetz (KSchG), unberührt. Der Dienst ist jedoch nicht für Verbraucher bestimmt.
6. Haftungsausschluss
- Der Betreiber haftet – gleich aus welchem Rechtsgrund, ob vertraglich, vorvertraglich oder außervertraglich – nur für Schäden, die er vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.
- Gegenüber Unternehmern ist die Haftung auch für grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen, soweit dies rechtlich zulässig ist. Die Haftung ist der Höhe nach mit dem vorhersehbaren, typischen Schaden begrenzt; die Haftung für entgangenen Gewinn, Folgeschäden, mittelbare Schäden, Datenverlust, Betriebsunterbrechung, Ansprüche Dritter (insbesondere von Mandanten, Gesellschaftern, Gläubigern oder Behörden), Regress-, Haftpflicht- und Berufsrechtsfolgen sowie Kosten einer Nachprüfung ist ausgeschlossen.
- Insbesondere haftet der Betreiber nicht für: Prüfungsurteile, Bestätigungsvermerke, Berichte oder Entscheidungen, die auf Ergebnisse des Dienstes gestützt werden; nicht erkannte Fehler, Unregelmäßigkeiten oder Betrugshandlungen; fehlerhafte oder veraltete Rechts- und Standardverweise; Ergebnisse von KI-Funktionen; Leistungen und Ausfälle Dritter (Hosting, KI-Anbieter, Browser, Netzbetreiber); Inhalte verlinkter fremder Websites.
- Schadenersatzansprüche von Unternehmern verjähren in sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, spätestens jedoch ein Jahr nach dem schädigenden Ereignis. Unternehmer haben das Vorliegen grober Fahrlässigkeit zu beweisen.
- Diese Beschränkungen gelten nicht für Personenschäden, für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz und, gegenüber Verbrauchern, nicht für grob fahrlässig oder vorsätzlich verursachte Schäden (§ 6 Abs. 1 Z 9 KSchG). Sie gelten auch zugunsten von Personen, die für den Betreiber tätig werden.
7. Geistiges Eigentum und Rechtsfolgen bei unerlaubter Nutzung
- Der Dienst – insbesondere Quellcode, Objektcode, Datenbanken, Prüfmethodik, Kriterienkataloge, Texte, Academy-Filme, Sprachaufnahmen, Grafiken, Gestaltung sowie Name und Logo „Audit Chen“ – ist geistiges Eigentum des Betreibers und durch das Urheberrechtsgesetz (UrhG, einschließlich §§ 40a ff. für Computerprogramme und §§ 76c ff. für Datenbanken), das Markenschutzgesetz, das UWG sowie das Unionsrecht geschützt. Alle Rechte vorbehalten.
- Sie erhalten für die Dauer Ihrer Freischaltung ein einfaches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares und jederzeit widerrufliches Recht, den Dienst bestimmungsgemäß für eigene fachliche Zwecke zu verwenden. Jede darüber hinausgehende Nutzung, insbesondere Vervielfältigung, Bearbeitung, Nachbau, Verbreitung, öffentliche Zugänglichmachung, Weiterverkauf, kommerzielle Verwertung oder Verwendung zum Training von KI-Modellen, bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Betreibers.
- Bei unerlaubter Nutzung macht der Betreiber sämtliche Ansprüche gerichtlich geltend, insbesondere auf Unterlassung (§ 81 UrhG), Beseitigung (§ 82 UrhG), Urteilsveröffentlichung (§ 85 UrhG), angemessenes Entgelt (§ 86 UrhG), Schadenersatz und Herausgabe des Gewinns, bei schuldhafter Verletzung auch das Doppelte des angemessenen Entgelts (§ 87 UrhG), Rechnungslegung (§ 87a UrhG) sowie Ansprüche nach UWG und Markenschutzgesetz. Einstweilige Verfügungen bleiben vorbehalten.
- Normtexte aus dem RIS stehen unter CC BY 4.0. Standards von IFRS Foundation, IAASB und KSW sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber; der Dienst verwendet sie nur durch Verweise und eigene Formulierungen.
8. Datenschutz und Cookies
Es gelten die Datenschutzerklärung und die Cookie-Information. Die Zustimmung zu diesen Bedingungen ist keine Einwilligung in eine Datenverarbeitung; diese richtet sich ausschließlich nach der DSGVO.
9. Änderungen dieser Bedingungen
Der Betreiber kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern. Änderungen werden registrierten Nutzern beim nächsten Anmelden oder per E-Mail mitgeteilt. Wer der Änderung nicht zustimmt, kann das Konto jederzeit löschen lassen; die weitere Nutzung ist nur mit Zustimmung zur neuen Fassung möglich.
10. Rechtswahl und Gerichtsstand
- Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Rechts ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird (Art. 6 Rom-I-VO).
- Gerichtsstand für Streitigkeiten mit Unternehmern ist das sachlich zuständige Gericht in Wien Innere Stadt. Für Verbraucher gilt § 14 KSchG. Der Betreiber kann Unternehmer auch an deren allgemeinem Gerichtsstand klagen.
- Der Betreiber ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
11. Schlussbestimmungen
- Sollte eine Bestimmung gegenüber Unternehmern unwirksam sein, bleibt der Rest wirksam; an ihre Stelle tritt eine wirksame Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Gegenüber Verbrauchern gilt anstelle einer unwirksamen Bestimmung das dispositive Recht.
- Erklärungen an den Betreiber bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.